Das Studierendenhaus der TU Braunschweig ist ein innovatives, zweigeschossiges Campusgebäude. Auf dem Zentralcampus gelegen, bildet es einen städtebaulichen Auftakt zur Hauptachse entlang von Audimax, Altgebäuden und Forumsplatz. Ziel war es, einen allen Studierenden zugänglichen und multifunktionalen Raum zu schaffen, der die bestehenden Campustypologien um eine zeitgemäße Lernlandschaft ergänzt. Das offene Raumkonzept unterstützt vielfältige Aktivitäten und bietet eine flexible Umgebung für Gruppenarbeit, Seminare, Vorträge oder auch Entspannung.
Nachhaltigkeit
Klimaschutz, Ökologie und Ressourcenschutz
- Soziokulturelle Qualitäten / Nutzerbeteiligung
- Umnutzungsfähigkeit, Flexibilität des Grundrisses
- Ökobilanzierung im Lebenszyklus (LCA) / Lebenszykluskostenbetrachtung (LCC)
- Ressourcenschonende, nachwachsende Baustoffe (z.B. durch Zertifikate und Siegel)
- Ästhetische Alterungsfähigkeit / Robustheit von Strukturen / Lebensdauer
Kreislaufgerechtes Bauen
- Einbau von gebrauchten Baustoffen und Bauteilen
- Sortenreine Demontierbarkeit / Rückbaubarkeit / Materialtrennung
Weitere Nachhaltigkeits-Schwerpunkte:
Diese raumgreifende Struktur leistet einen Beitrag zum aktuellen Diskurs zu Themen der Kreislaufwirtschaft. Die innovative Stahl-Holzhybridkonstruktion ist komplett demontierbar und ermöglicht eine einfache Montage und De-Montage. Das auf einem quadratischen 3 x 3m Achsmaß konzipierte Primärtragwerk, bestehend aus Trägern und Stützen, ist modular geplant und setz sich aus dem immer gleichen 10 x 10cm Quadrathohlprofil zusammen. Die in die Trägerrahmen eingelegten Holzrippen-Decken sind nur punktuell verschraubt, die Fassade ist nicht verklebt und ebenso demontierbar. Neben einer möglichen Nachverdichtung durch das Einziehen weiterer Plattformen könnte das Gebäude auch an einem anderen Ort in einer anderen Form wieder aufgebaut werden und folgt so dem Prinzip des "Materiallager der Zukunft", in dem nicht nur Gebäudematerialien wiederverwendet werden können sondern ganze Bauteile im Sinne des „zirkulären Bauens“ neue Verwendung finden.
38106 Braunschweig
TU Braunschweig